Dri­ving Value from Pur­po­se — Mit Wer­te­ori­en­tie­rung zur Wert­ge­ne­rie­rung: 3 Fra­gen an Dr. Katha­ri­na Luh

Das Bedürf­nis nach mehr Sinn­ori­en­tie­rung im Berufs­le­ben und einem kla­ren Pur­po­se ist nicht nur ein Trend. Nur weni­ge Beschäf­tig­te wei­sen eine hohe emo­tio­na­le Bin­dung zu ihrem Arbeit­ge­ber auf und gehen mit Herz, Hand und Ver­stand ihrer Arbeit nach. Dr. Katha­ri­na Luh, Head of Chan­ge und Lear­ning bei EY Peop­le Advi­so­ry Ser­vices, spricht auf dem Chan­ge Con­gress 2019 über “Dri­ving value from pur­po­se — Mit Wer­te­ori­en­tie­rung zur Wert­ge­ne­rie­rung”. War­um das Trend-The­ma sich wirk­lich für Unter­neh­men lohnt und wie man den Mit­ar­bei­tern die Orga­ni­sa­ti­ons-Visi­on näher bringt, erklärt sie im fol­gen­den Inter­view.

Aktu­ell Stel­len sich ja vie­le Unter­neh­men der gro­ßen Fra­ge nach ihrem „Pur­po­se“. War­um lohnt es sich für Unter­neh­men, sich dem The­ma tie­fer­ge­hend zu wid­men?

Die Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Pur­po­se eines Unter­neh­mens lohnt sich sogar im dop­pel­ten Sin­ne. Pur­po­se schafft eine star­ke Iden­ti­fi­ka­ti­on für die Mit­ar­bei­ter, stei­gert so die Arbeit­ge­ber­at­trak­ti­vi­tät und hält damit Talen­te in der eige­nen Orga­ni­sa­ti­on. Stu­di­en bele­gen zudem, dass sich Orga­ni­sa­tio­nen mit Pur­po­se durch eine bes­se­re finan­zi­el­le Per­for­mance aus­zeich­nen. Es gibt also einen Busi­ness Case und auch einen Per­so­nal Case für Pur­po­se. Mit Pur­po­se gewin­nen Mit­ar­bei­ter und Unter­neh­men glei­cher­ma­ßen.

War­um ist es so schwer, eine emo­tio­na­le Bin­dung zwi­schen Unter­neh­men und Mit­ar­bei­ter auf­zu­bau­en?

Ist es nicht. Wenn Pur­po­se „pur“, also spür­bar echt und ver­ständ­lich for­mu­liert ist, und kei­ne ein­ge­üb­te „Pose“ auf Basis arti­fi­zi­el­ler oder nicht geleb­ter Wer­te dar­stellt, kann eine sol­che Bin­dung ent­ste­hen. Der Pur­po­se eines Unter­neh­mens ist im Unter­neh­men bereits ange­legt. Er bleibt jedoch oft impli­zit und unsicht­bar. Pur­po­se kann aber mit­tels geziel­ter Co-Crea­ti­on trans­pa­rent und leb­bar gemacht wer­den.

Wie bringt EY den Mit­ar­bei­tern die Visi­on des Unter­neh­mens näher? Wel­che Maß­nah­men wer­den dafür ergrif­fen?

Als ers­te der Big4 hat EY sich mit Buil­ding a Bet­ter Working World schon vor Jah­ren klar zum The­ma Pur­po­se bekannt. Unse­re Mit­ar­bei­ter und Füh­rungs­kräf­te ver­spü­ren eine star­ke Ver­bin­dung zu BBWW und kön­nen eine per­sön­li­che Geschich­te erzäh­len, inwie­fern sie BBWW für sich in ihrer täg­li­chen Arbeit defi­niert haben. Gera­de der Dia­log auf Teamebe­ne war zu Beginn eine der Maß­nah­men, um den Pur­po­se für uns zu kon­kre­ti­sie­ren. Heu­te durch­dringt BBWW unse­re Orga­ni­sa­ti­on in vie­ler­lei Hin­sicht und mitt­ler­wei­le bera­ten wir auch ande­re Unter­neh­men in deren „Pur­po­se-Led Trans­for­ma­ti­on“.

Ihr habt Fra­gen, Anmer­kun­gen, Lob oder Kri­tik? Wir freu­en uns auf Eure Nach­rich­ten an:
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Herz­li­che Grü­ße von eurem Chan­ge Con­gress Team